Die Karlsruher RocKArollers leben für ihren Sport: Roller Derby. "Wir fallen schon oft hin", erzählt Team-Mitglied Helena. Aber für sie hätte es sich richtig gelohnt, mit dem Sport anzufangen. Neben ordentlich Tempo und Körpereinsatz steht nämlich vor allem eins im Vordergrund: Teamgeist. Seit 2010 gibt es die Roller Derby League in Karlsruhe: die RocKArollers. Die RocKArollers gehören zum SSC Karlsruhe. Auf den Rollschuhen sind die Karlsruher sogar so gut, dass sie eine Bundesliga-Frauenmannschaft haben. Mitmachen darf aber, zum Beispiel bei den Newbies, jeder. Allerdings sollte man bis zu einem Jahr trainieren, bevor man beim ersten Match dabei sein kann. Denn Roller Derby ist körperlich anstrengend, es gibt heftigen Körperkontakt und komplexe Regeln. ## Kampfnamen und Körpereinsatz: So funktioniert der Sport auf Rollschuhen Roller Derby ist ein schnelles, taktisches Spiel auf Rollen. Verglichen wird es oft mit "Football auf Rollschuhen", nur ohne Ball. Gespielt wird in zwei verschiedenen Mannschaften. Ein Spiel hat zwei Halbzeiten von je 30 Minuten. Dabei kann die sogenannte "Jammerin" in zweiminütigen "Jams" Punkte machen, indem sie die gegnerischen "Blocker" überrundet. Die Teams arbeiten mit verschiedenen Formationen, blocken gezielt und spielen ihre Jammerinnen strategisch frei. Roller Derby besteht aber aus mehr als nur dem Sport. Getragen von Teamgeist, Persönlichkeit und einer ganz eigenen Kultur. Zum Beispiel hat jeder Spieler und jede Spielerin einen eigenen Kampfnamen. Kreative Pseudonyme; Wie es das Karlsruher Team zeigt. Im Spiel und auch manchmal privat rufen sie sich zum Beispiel Effi Biest, Iris Ponsible, DynaMeid oder Natural. Der Rollschuh-Sport ist aber keine Show, sondern ein strukturierter, taktischer Vollkontaktsport. Spielerinnen müssen gleichzeitig fahren, reagieren, ausweichen und kämpfen. Körpereinsatz gehört dazu. Checks mit der Hüfte oder der Schulter sind erlaubt, anderen in die Beine oder in den Rücken zu fahren oder mit dem Kopf voraus in andere Leute ist verboten. Um Verletzungen zu vermeiden, darf niemand das Aufwärmen auslassen. Außerdem tragen alle Spielerinnen Helm, Mundschutz und Protektoren. ## "Roller Derby ist eine super offene Community" Obwohl es beim Spiel selbst ziemlich wild zugehen kann, steht die Szene vor allem für Offenheit und Zusammenhalt, wissen die RocKArollers. "Für mich war es super schön mit Roller Derby anzufangen, einfach, weil es eine tolle Community ist", erzählt Helena. Beim Roller Derby fände jeder seinen Platz. Es sei eine wirklich offene Sportart. Viele Teams organisieren sich selbst und leben eine offene, inklusive Kultur. Man könnte sogar mit dem Sport anfangen, wenn man noch nie auf Rollschuhen gestanden hätte. Bei den RocKArollers gibt es dafür das Newbie-Training. Und neben dem Fahrenlernen wird dort auch gleich das richtige Hinfallen geübt. ## Mehr als Sport: Kultur, Stil und Identität auf Rollen Eigentlich gibt es Roller Derby schon seit den 1930er-Jahren, entstanden in den USA. Die moderne Form, wie sie heute als Vollkontaktsport gespielt wird, entstand aber erst in den 2000er-Jahren. In der heutigen Form ist Roller Derby vergleichsweise jung und wächst auch international. Besonders macht den Sport für viele auch der außergewöhnliche Stil, die Alias-Namen und das Schminken. "Früher hat man sich noch verkleidet", erzählt Desiree (Robin Graves). Es hätte auch oft ein Motto für die Spiele gegeben. Wenn sich die Spielerinnen jetzt etwas Glitzer schräg über die Wangen
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Karlsruher RocKArollers: Roller Derby auf Rollschuhen in Karlsruhe
Die Karlsruher RocKArollers sind eine Roller-Derby-Mannschaft aus Karlsruhe, die seit 2010 besteht. Sie spielen in der Bundesliga und sind bekannt für ihren Teamgeist und ihre körperliche Anstrengung.
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